Dienstag, 26. Mai 2026

YOGYAKARTA - IM TEMPELFIEBER

Hallo ihr Lieben,

heute Morgen sind wir bereits um 6:45 Uhr von dem Hotel abgefahren, da wir den Borobudur-Tempel (UNESCO Weltkulturerbe) mit seinen über 2000 Stufen nicht in der Mittagsglut erklimmen wollten. Es ist die größte buddhistische Tempelanlage der Welt, die von acht aktiven Vulkanen umringt ist. Wir hatten Glück und konnten sie noch ein bisschen für uns genießen und in die Welt Buddhas eintauchen. 

Danach flitzten mir auf Motor-Rikschas zum Sultanspalast, den der Sultan mit seiner Frau heute noch bewohnt und von hier als Gouverneur des einzigen Sonderstaatsgebietes von Indonesien fungiert und die Geschäfte führt. Er hat fünf Töchter und es wird spekuliert, ob es nach seinem Tod die erste Königin in Yogyakarta geben wird, da bisher die Erbfolge nur Söhne als Könige vorsah. 

Am Nachmittag brachen wir dann zum zweiten UNESCO Weltkulturerbe aus, zum Hindutempel von Prambanan, der Gott Shiva geweiht ist. Ich musste unwillkürlich an die weltgrößte Tempelanlage in Angkor Wat in Kambodscha denken und die Parallelen waren deutlich zu spüren, obwohl Welten zwischen diesen beiden Anlagen liegen. 

Was mich am meisten beeindruckt hatte, dass alle Tempel, die wir heute besucht hatten, im Verlauf der Geschichte von Erdbeben zerstört und dann wieder aufgebaut wurden. Man muss sich das mal vorstellen: Da liegen viele Millionen Trümmer und Menschen sind mit ihren Fähigkeiten und über Grenzen hinweg in der Lage, gemeinsam das Unmögliche möglich zu machen und die Geschichte wieder lebendig zu machen. Darauf sollten wir uns konzentrieren und nicht auf Zerstörung!

Heute bin ich tatsächlich ziemlich platt, denn das stramme Programm bei den heißen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit hatten es in sich. Ich chille jetzt mal, denn morgen wird überall hier das Opfergabenfest gefeiert,

Liebe Grüße

Eure Maggie



    















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