Hallo ihr Lieben,
heute Nacht haben die Imame um die Wette ihre Gebete gesungen, dafür waren die Straßen am Morgen wegen des Opfergabenfestes leergefegt. Auch die meisten Geschäfte hatten geschlossen. Erste Anlaufstelle war eine Künstlerwerkstatt für Batik-Kunst, die Frauen herstellen und Männer verkaufen. Ich fand es spannend den präzisen Handbewegungen zu folgen, die das Wachs mit eine Art Füller auftragen. Man muss auch ziemlich viel dabei denken, da bei mehrfarbigen Stoffen mehrere Arbeitsschritte notwendig sind. Zwischen den einzelnen Farbgängen wird dann eine Wachsschicht geschmolzen, eine weitere aufgetragen.
Einen Quantensprung an Technik haben wir dann in einem Batik-Museum Hause of Danar Hadi gesehen, wo es u.a. 180-jährige Stoffe zu sehen gab. An einigen von ihnen wurde in mühevoller Handarbeit über zwei Jahre gearbeitet, bevor später der Stempeldruck aus Indien hier Einzug hielt und die Massenproduktion ermöglichte. Übrigens gab es im Shop Hemden sowohl für 20 als auch für 400 Euro zu kaufen.
Das Highlight des Tages war in Surakarta, das von Einheimischen Solo genannt wird, der Besuch des majestätischen Mangkunegaran-Palastes. Erbaut wurde er 1757 und beherbergt ein Sammelsurium europäischer Gastgeschenke. Überhaupt erinnert die Anlage an eine Sommerresidenz europäischer Königshäuser. Maria, eine Angestellte des Palastes, führte uns durch die Räumlichkeiten und Gärten. Genauso wie gestern Wiwin ist Maria Ü65 und verbeamtet. Sie ist daher gut versorgt. Wir fahren jetzt noch paar Stunden Bus nach Surabaya. Allein der Name dieser Stadt versetzt mich ins Träumen. Bis Morgen,
eure Maggie


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