Hallo ihr Lieben,
als wir gestern Abend nach Bandung eingefahren sind, waren alle Straßen von feiernden Fans blockiert, da der hiesige Fußballclub die Meisterstadt gewonnen hatte. Es herrschte unbändige Freude, Hupkonzerte, Feuerwerk, Geschrei – eigentlich alles genauso wie bei uns, nur ohne Aggression. Als sich unser Bus den Weg durch die Menge bahnte jubelten wir einfach mit und fühlten uns selbst wie Fußballstars.
Die Nacht heute war recht kurz, da bis in die Morgenstunden gefeiert wurde und um 4:30 Uhr schon der Muezzin sein Morgengebet anstimmte. Ich habe das Frühstück sehr genossen, allerlei Leckereien probiert und mir noch einen türkischen Kaffee aufbrühen lassen. So gestärkt brachen wir zum Vulkan Tangkuban Perahu auf, einen der 110 aktiven Vulkane Indonesiens. Er ermöglicht den Einheimischen reiche Ernten, da er für fruchtbare Böden sorgt. Ferner ist das Land weltweit einer der größten Rohstoffproduzenten und reich an Bodenschätzen wie Nickel, Kohle, Zinn, Kupfer, Bauxit und Gold. Erdgas sowie Erdöl kommen on top dazu.
Als der Bus sich zum Vulkangipfel auf über 2000 Metern Höhe schlängelte, kamen wir an Teeplantagen vorbei und ich lauschte Bettys Ausführungen. Mich begeisterte vor allem die üppige Vegetation des Dschungels. Auf dem Gipfel übernahm der Schwefel die Regie und verwandelte die Umgebung in eine karge Mondlandschaft. Die rauchenden Säulen machten zischende Geräusche. Der letzte Ausbruch liegt erst 5 Jahre zurück. Die Einheimischen zeigten uns eine spezielle Rinde, die wunderschöne Muster aufwies. Danach bestand noch die Möglichkeit zu einem Heilbad, aber bei 32 Grad Außentemperatur erschien mir das heiße, schwefelhaltige Wasser eher kontraindiziert und ich genoss einen Mango Smoothie im Schatten der Bäume. Nun laufen wir gleich in Cirebon ein, sodass ich mich verabschiebe.
Liebe Grüße
eure Maggie



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